Sachkundenachweis (Hundeführerschein): Pflicht in Niedersachsen seit Juni 2013

bei uns können Sie die theoretische Prüfung zum Hundeführerschein ablegen.

Gerne beraten wir Sie über weitere Details in der Praxis oder in einem telefonsichen Gespräch.

 

Wer muss den Hundeführerschein machen?

In erster Linie ist der Hundeführerschein für Hundebesitzer gedacht, die ihren ersten Hund anschaffen:

  1. Ersthundehalter seit dem 1.7.2011, dazu gilt Folgendes im niedersächsischen Hundegesetz:
    Hundehalter, die sich nach dem 1.7.2011 erstmals einen Hund angeschafft haben (und nicht als anderweitig sachkundig gelten), müssen den Hundeführerschein erbringen.
  2. Ersthundehalter seit dem 1.7.13:
    plant ein zukünftiger Besitzer sichs einen ersten Hund anzuschaffen, muss er vor dem Kauf! den ersten Teil des Hundeführerscheins, die theoretische Prüfung, erfolgreich abgelegt haben. Ab dem Kaufdatum hat das Mensch-Hundeteam dann ein Jahr, um den 2. Teil, die praktische Prüfung, abzulegen, (der Hund muss dazu mindestens 6 Monate alt sein). Diese Regelung lässt genügend Zeit, um sich und seinen Hund auf die Prüfung vorzubereiten. Außerdem berücksichtigt es die lernbiologischen Dispositionen von Hunden, nämlich Lernziele und Verhaltensweisen nicht „über Nacht“ erlernen zu können.

Um einen Hund halten zu können, muss der Hundehalter das 18. Lebensjahr erreicht haben. In Familien trägt der Halter für alle Mitglieder des gemeinsamen Haushaltes, welche z.B. mit dem Hund spazieren gehen, die Verantwortung. Natürlich können auch weitere Familienmitglieder den Hundeführerschein mit dem Hund machen. Freigestellt sind Hundehalter, die in den vergangenen 10 Jahren einen Hund (mind. 2 Jahre am Stück) gehalten haben. Als Nachweis gilt der Hundesteuerbescheid. Ebenso sind u.a. Tierärzte, Jäger, Behindertenbegleithunde und Diensthunde gewisser Arbeitsbereiche ausgenommen.
Diese Freistellungen werden durchaus kontrovers diskutiert. Fakt ist, dass sich in den vergangenen Jahrzenten die Methodik im Hundetraining maßgeblich weiterentwickelt hat. Deshalb ist der Hundeführererschein – egal ob verpflichtend oder freiwillig absolviert – für jeden Hundehalter eine Chance, sein Wissen im Umgang mit Hunden zu erweitern, überprüfen und zu verbessern.