Dies ist ein Infoblatt, daß wir in der Praxis vor der Kastration einer Hündin aushändigen. Bitte lesen Sie es sich genau durch, für weitere Fragen stehen wir in einem persönlichen Gespräch in der Praxis zur Verfügung.

                    
Lieber Tierbesitzer, liebe Tierbesitzerin,

Sie überlegen, Ihre Hündin aus medizinischen Gründen bei uns kastrieren zu lassen. Hierzu einige aufklärende Worte:

Bei der Kastration der Hündin werden die Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt. Die Hündin kann dann nicht mehr läufig werden und Junge bekommen. Der optimale Zeitpunkt für die Kastration der Hündin ist 3 Monate nach Beginn der vorangegangenen Läufigkeit, da dann das Gewebe am wenigsten durchblutet, und das Operationsrisiko am geringsten ist. Es ist auch möglich, Hündinnen bereits vor der 1. Läufigkeit zu kastrieren. Der Eingriff wird dann in einem Alter von ca. 8 Monaten (je nach Reife der Hündin) durchgeführt.
Für die Kastration ist eine Vollnarkose erforderlich, da es sich um eine Bauchhöhlenoperation handelt. Bei gesunden Hündinnen sind die Risiken aber gering. Nach terminlicher Absprache bringen Sie Ihren Hund in die Praxis. Gemeinsam legen wir die junge Dame in Narkose und dann dürfen Sie zunächst nach Hause gehen. Natürlich werden Sie telefonisch informiert, wenn die Operation vorüber ist. Nach der Operation bleibt Ihr Hund so lange bei uns in der Praxis, bis er wieder sicher laufen kann und der Kreislauf stabil ist. Das dauert in der Regel ca. 5 - 6 Stunden. Wenn Sie dann Ihren Hund abholen, trägt er einen Halskragen. Dieser ist sehr wichtig und sollte bis zum Fäden ziehen getragen werden, da die Operationsnarbe unbedingt vor Belecken geschützt werden muss. Die Fäden werden nach 10 Tagen gezogen. Spätestens dann ist alles vergessen.

Die Kastration der Hündin bietet einige Vorteile, die noch erwähnt werden sollten:

Es handelt sich um einen einmaligen Eingriff, ungewollte Trächtigkeiten sind hiernach nicht mehr möglich. Weiterhin sinkt das Risiko für die Entstehung von Gesäugetumoren erheblich. Eitrige Gebärmutterentzündung, eine der häufigsten Erkrankungen der vorwiegend älteren Hündin, werden  ausgeschlossen, Scheinschwangerschaften verhindert.

Es gehört zur Sorgfatspflicht Ihrer Tierärztin, Sie ebenfalls über die in seltenen Fällen auftretenden Nebenwirkungen aufzuklären:

Vorwiegend bei großrassigen Hunden kann es sofort bis zu zehn Jahre nach der Kastration zu Harninkontinenz kommen. Sie äußert sich in der Regel im Schlaf. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich. Des weiteren neigen manche Hündinnen zu erhöhtem Futterverzehr bei gleichzeitig besserer Futterverwertung, was wiederum eine Gewichtszunahme zur Folge hat. Hier läßt sich jedoch mit geeignetem Futter leicht gegensteuern. Besonders bei langhaarigen Hunden kann es nach der Kastration gelegentlich zu Fellveränderungen kommen (sog. Welpenfell). Auch hier ist eine medikamentelle Behandlung möglich.
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung - sprechen Sie uns einfach an.




verantwortlich für diesen Beitrag: Dr. S. Bettenburg, Schulstraße 2, 30938 Kleinburgwedel