Aktuell

Ab 3. Juli 2011 gilt die Chippflicht! Laut EU-Verordnung müssen ab dem 3. Juli 2011 Hunde, Katzen und Frettchen bei Urlaubsreisen in die Länder der EU gechippt sein.

Nach diesem Stichtag endet die Übergangsregelung, die neben dem Chip für acht Jahre auch die  Tätowierung als Kennzeichnungsmethode zugelassen hat. Für alle Tiere, die vor dem Stichtag bereits tätowiert waren, sieht die Verordnung zwar keine nachträgliche Chippflicht vor. Allerdings ist im EU-Heimtierausweis nicht immer das Datum der Tätowierung vermerkt. So wird es in dieser Situation für den Tierhalter schwierig, nachzuweisen, dass das Tier bereits vor dem 3. Juli 2011 tätowiert worden ist. Im schlimmsten Fall droht dann an der Grenze die Einreiseverweigerung.





Tierkennzeichnung durch Mikrochip:

Der fälschungssichere Personalausweis


Damit "verlorengegangene" Hunde oder Katzen sicher wieder ihrem Besitzer zurückgeführt werden können, nutzen viele Tierbesitzer bei ihrem 4-Beiner das moderne Verfahren der Mikrochip-Kennzeichnung.

Aber nicht nur bei Verlust des Tieres ist eine Kennzeichnung durch Mikrochip sinnvoll:

  • Nachweis des Eigentums (Tierdiebstähle) und der Abstammung
  • Sicherung der züchterischen Glaubwürdigkeit
  • Rückführung entlaufender Tiere zum Besitzer
  • Zweifelsfreie Zuordnung des Tieres zum Impfpass
  • Forderung im grenzüberschreitenden Verkehr (in den skandinavischen Ländern bereits seit langem notwendig, beim Grenzübertritt innerhalb der EU seit 01.10.2004 vorgeschriebene für den Reiseverkehr ins Ausand bei Hunden, Katzen und Frettchen)

Mit einer sterilen Einwegspritze wird der reiskorngroße Mikrochip vom Tierarzt in die linke Nackenseite des Tieres (international normierte Stelle) injiziert.  Der Vorgang ist mit einer Routineimpfung zu vergleichen: einfach, schnell und schmerzfrei ohne Betäubung unter die Haut. Nach dieser "Injektion" wird der ordnungsgemäße Sitz des Chips mit einem speziellen Lesegerät überprüft.
Dabei wird ein handliches, portables Lesegerät über den Nacken des Tieres geführt und das aktiviert mittels elektromagnetischer Wellen den Chip. Lesegeräte sollten bei allen Tierheimen, Tierärzten, der Polizei, Ordnungsämtern und den meisten Hundevereinen vorhanden sein.

Es werden ausschließlich Chips nach dem sogenannten ISO Standard verwendet. Es wurde für den Chip eine einheitliche 15-stellige Nummerncode-Struktur festgelegt, die auch das Herkunftsland des Tieres ausweist, so dass auch im Ausland "verloren gegangene" Tiere jederzeit über den Chip identifizierbar sind.

Vor Einführung des ISO-Standards war die Kennzeichnung durch Tätowierung üblich, jedoch bringt diese Methode einige Nachteile mit sich:

  • Vorgang sehr schmerzhaft (Betäubung aus Tierschutzgründen notwendig)
  • Vielfalt der eingestanzten Codes lässt Rückvermittlung entlaufener Tiere kaum zu
  • Tätowierung nicht fälschungssicher
  • Tätowierung verblasst rasch und ist dann nicht mehr lesbar
  • Manche Kleintiere nicht tätowierbar (zu klein)


Der Mikrochip, auch Transponder oder Tag genannt ist ein elektronisches System für das Erkennen von Tieren. Der Transponder ist 12 x 2 mm groß. Eine gewebeverträgliche Glashülle enthält eine Antennenspule sowie den inaktiven Chip mit der festgespeicherten Identifikationsnummer. Weltweit erhält jedes Tier eine eigene Kenn-Nummer (12-stellige ID-Nummer + 3-stelliger Ländercode).

Der Chip belastet und stört das Tier nicht, er sendet keinerlei Radiowellen aus, er ist komplett passiv. Erst beim Ablesen kommt ein Sender ins Spiel. Das Lesegerät sendet und regt dadurch den Chip an, seine Daten zu übertragen.Der Chip ist fälschungs- und manipulationssicher.

Der Chip hat ein Tierleben lang Bestand, ist beliebig oft ablesbar und "wandert" in der Regel nicht.

Der Chip dient als Eigentums- sowie Abstammungsnachweis und sichert züchterische Glaubwürdigkeit.

Die Rückermittlung entlaufener oder gestohlener Tiere ist nur durch Registrierung in internationalen Datenbanken effektiv.

Nach der Implantation des Mikrochips muss die ID-Nummer unter Angabe der Nationalität des Tieres und der Daten zum Tierbesitzer bei einer internationalen Datenbank registriert werden. Die Datenbank ist im Prinzip vom Tierbesitzer beliebig wählbar, in der Praxis wird der Tierarzt eine Datenbank seines Vertrauens vorschlagen.


Für Deutschland: Tasso , IFTA und das Deutsche Haustierregister (DHR). Die betreffenden Datenbanken von IFTA, Tasso und dem Deutschen Haustierregister sind vernetzt, so dass eine Doppelanmeldung nicht mehr nötig ist.


Ländercodes Beispiele:

056 Belgien
276 Deutschland
826 England
250 Frankreich
528 Niederlande
380 Italien
040 Österreich
620 Portugal
756 Schweiz
724 Spanien